Von der

Stange

Eine larmoyante

Schmonzette von

Bernd Schmidt

© by Bernd Schmidt, Graz 2015.

Es ist merkwürdig, an etwas teilzuhaben,

dessen Ergebnis die Ungewissheit der

Erinnerung ist, aber mehr zu verlangen

wäre reine Hybris.

Joseph Brodsky, Nach einer Reise oder

Hommage an die Wirbelsäule

*

Fritz & Fromm

Gerfried Amsel war Angestellter in einem sogenannten Modehaus. Ein Verkäufer also. Doch mit der Mode, ausschließlich Bekleidung für Männer übrigens, war es bei Fritz & Fromm nicht allzu weit her. (Dass es jemals weiter her sein sollte mit der Mode, das hatten schon die Gründer des Geschäfts, Josef H. Fritz und Emil Fromm, zu verhindern gewusst. Und das also verhinderte Modehaus bestand immerhin seit dem Jahr 1952.

Damals, noch in der schweren Nachkriegszeit und als eigentlich kaum jemandem wirklich der Sinn nach modischer Bekleidung stand, damals hatten es nämlich die beiden gelernten Schneider und weitestgehend untauglichen Herrenausstatter eröffnet. Leistbares, ohne viel Klimbim, für den Herrn. Leistbares, das einiges auszuhalten versprach, von der Stange, wie man sagte.)

Tatsächlich, auch später gab es bei Fritz & Fromm hauptsächlich Unattraktives von der Stange, und, sah man von ein paar besonderen farblichen Scheußlichkeiten und quasi elementaren Missgriffen in Stil und Design einmal ab, so umfassten sowohl die reichlich altbackene Kollektion an Anzügen, Hosen und Jacketts, an Westen, Krawatten und Pullovers, als auch der Vorrat an Hemden, Shirts und Unterwäsche, Stutzen, Socken et cetera nicht einmal das, was man im reichlich verschlafenen Markt St. Blasen an der Furrach sozusagen als up to date empfinden hätte können. (Herrschaften, wir sind hier in der äußersten Oststeiermark und nicht – was weiß ich – in Paris, London, New York, in Berlin oder Mailand! Nicht einmal in Wien.)

Fritz & Fromm stehen nun einmal eher für fad & flach.

Obwohl bisher kein Einerseits erwähnt worden ist, soll trotzdem gleich auf ein Anderseits verwiesen werden; nämlich – – – kurz: Für den 45jährigen Gerfried Amsel bildete die wenig aufregende Umgebung, in der er sich beruflich (und auch sonst, so viel sei schon hier verraten) bewegte, anderseits ein durchaus passendes, adäquates Ambiente.

Ja, Gerfried Amsel benötigte nicht mehr als seine Arbeit im unattraktiven Laden Fritz & Fromm zum Glücklichsein – neben seiner ebenfalls wenig interessanten Ehefrau Griseldis und den beiden blassen Töchtern Chantal und Vanessa. Auch sie allesamt fad und flach. (Besonders letzterer Umstand, nämlich immer noch, also mit 17 beziehungsweise mit 15 Jahren, beinahe busenlos zu sein, grämte die Teenager. Während sich ihre 40jährige Mutter lange schon damit abgefunden hatte, kaum je als Pin-up-Girl durchzugehen [wie man früher zu den kurvigen Weibern mit dem Atombusen gesagt hätte], wenn sie solches überhaupt gewollt hätte.)

Man lebte denn also vor sich hin.

Bei Fritz & Fromm und überhaupt in St. Blasen an der Furrach.

Hätte Gerfried Amsel irgendetwas bemerkt, so wäre ihm ohne Zweifel zunächst die leise Unruhe aufgefallen; das fast unmerkliche Unbehagen, das sich da sukzessive und allenthalben einschlich. Doch Amsel war ziemlich unempfindlich. Außerdem: Weniger materielle, weniger stoffliche Dinge – da war er eben doch ganz Verkäufer in einem (wenn auch schlechten) Geschäft für Herrenausstattung – drangen kaum in sein unmittelbares Fühlen und Empfinden ein; wenn er denn überhaupt allzu viel fühlte und empfand … (Nein, allzu viel mit Sicherheit nicht. Da fehlte ihm eindeutig das Seismographische dafür.)

Kurz: Weder lebhafte Aufnahme sich gerade abspielender Dinge, noch die – womöglich wie von selbst sich bunt ausschmückende – Erinnerung und die üppige Reflexion waren sein Ding. Nein: Er lebte, auch wenn er vermutlich nicht einmal das so genau wahr nahm, vor sich hin (wie es so schön heißt). Ruhig und fad und flach. Neben oder manchmal auch kurz mit seiner Frau Griseldis geschah das (nämlich, wenn es der sexuelle Fahrplan eben so vorsah). Und auch eher kurz angebunden war er, wenn auch nicht unfreundlich, immerhin einen Minimalaufwand an väterlicher Obsorge aufbringend, im Umgang mit den Töchtern Chantal und Vanessa, denen Gerfried Amsel ein vergleichsweise durchschnittlich guter Vater war. Ruhig, fad, flach.

Bis – ja, bis – – –

Leidige Gemeindefusion

An sich wäre es kaum der Rede wert gewesen. Da hatte eben – im Zuge der umfassenden Gemeindezusammenlegungen und Fusionierungen auch der Markt St. Blasen an der Furrach fusioniert – nämlich mit St. Pankrazen an der Salm und St. Laurenzen. Man hätte die Ortschaft mit gleich viel (oder gleich wenig) Berechtigung vermutlich auch mit Preislingen am Schauneck oder mit Koglhof zusammenlegen können; aber von oben, vom Land also, war nun einmal die Wahl auf Markt St. Blasen, St. Pankrazen und St. Laurenzen als neue Großkommune gefallen. Nach einigen Schiebereien – so hatte man den als zwar integer, aber eher eigensinnig und stur bekannten Bürgermeister Alois Hopfgartner, unter dem es immerhin vor gut zehn Jahren erst zur Markterhebung gekommen war, wenig elegant abserviert – hievten seine Parteifreunde den windigen früheren Ortschef von St. Pankrazen, August Grinthammer, auf den Bürgermeistersessel der fusionierten Gemeinde.

Und das Unglück begann.

Und es nahm seinen Lauf.

Unaufhaltsam.

Der August Grinthammer war nämlich ein quasi durch und durch unguter Mensch. Gelinde gesagt. Ein ekelhafter Machtmensch. Eine Arschgeige. Ein Mistvieh. Ein Saukerl.

Das fast völlige Fehlen beinahe jeglicher Empathie hätte ihn zwar nicht unbedingt zum Kommunalpolitiker prädestiniert, doch wog dieses (objektive) Minus ein (subjektives) Plus an Vernetzung auf. Denn dieser menschliche Misthaufen, dieser Unflat auf zwei Beinen, kannte buchstäblich Gott und die Welt.

Der im Grunde genommen: unsympathische Mittfünfziger war auf Du und Du mit den Parteispitzen (auch konkurrierender politischer Bewegungen), ging in den verschiedenen Kammern und Bünden, in den Gremien und Sekretariaten kollegial ein und aus; und er warf sich mal dem, dann wieder dem anderen Spitzenmann an die Brust. Wobei seltsamerweise stets für alle unterm Strich etwas dabei herausschaute. Und den Strich zog – August Grinthammer. (Freilich, es war auch – um im einmal gewählten Bild zu bleiben – der Strich, auf dem er ging, der ihm seine Karriere sicherte und seinen Aufstieg.)

Als Emporkömmling, der er war – Sohn eines wenig begüterten Landwirte-Ehepaars aus St.Pankrazen an der Salm, schwacher Hauptschüler, einigermaßen krakeelerischer Jungmann beim Bundesheer und auch sonst eher negativ auffällig –, hatte ihm schließlich ein recht schräger Vogel, ein etwas älterer Bekannter (gut, der war schon ein paarmal eingesessen), den Blick für das wahre Leben und die Schleichwege dorthin eröffnet.

Und so wenig es der Schorchi Fiebich tatsächlich nach oben schaffte, so sehr vermochte der junge Gustl Grinthammer schließlich, die guten Tipps und Ratschläge des Kleinganoven für sich auszuwerten und entsprechend gewinnbringend anzuwenden. Geschick, Schlauheit und ein total egozentrischer Drang, bei dem, was er anging, stets der Erste, der Größte und der Beste zu sein, machten es möglich, dass der Keuschlersohn mit dreißig Jahren quasi seine Geldscheune schon ziemlich angefüllt hatte. Nach oben hin blieb, seiner Meinung nach, freilich immer noch genug Spielraum, sodass es sich für den schlauen Grinthammer allemal auszahlte, sich weiterhin im Windschatten des Gesetzes und in den diversen Grauzonen entsprechend erfolgreich umzutun.

Als Finanzreferent und später als Bürgermeister von St. Pankrazen, als welcher er es auch verstand, bei so gut wie allen Bauverfahren (seien es die privaten wie die der öffentlichen Hand) mitzuschneiden, schaffte es August Grinthammer konsequent, zielstrebig und unerbittlich, seine Machtposition auszubauen. Außerdem gab es da durchaus manche leicht skurrilen Erbschaften, manche undurchsichtigen Überschreibungen aus leicht dubiosen Entmündigungen und ähnliche eher dunkle Machenschaften. (Nach außen freilich schien das alles immer weitgehend sauber zu sein. Nur musste hin und wieder eben ein Sekretär seinen Posten räumen, oder es wurde ein Obmann abberufen … Doch das Messer sah man nicht …)

Als Bürgermeister von Markt St. Blasen an der Furrach, dieser dank Fusion zur Großgemeinde gewordenen Super-Kommune, schließlich gedachte August Grinthammer, sein Lebenswerk zu krönen; zudem stand dem Herrn Ökonomierat demnächst auch noch die Entsendung in den Landtag bevor.

Und die Weiber? Die lagen ihm weiterhin zu Füßen.

Denn Grinthammer stank – nicht nur nach Geld, sondern vor allem nach Macht.

Und manche Frauen mögen das.

Es blieb dabei: Grinthammer soff, was das Zeug hielt, freilich nach wie vor sehr ökonomisch und gezielt, nämlich ausschließlich mit den richtigen Leuten. Er spann seine Intrigen und war zu allem Überfluss so gut wie hinter jedem Weiberrock her. Da konnte er es sich sogar leisten, die halbe Männerwelt zum Feind zu haben; stand doch die andere Hälfte bewundernd und beneidend, jedenfalls: freundschaftlich verbunden auf seiner Seite.

Nochmals: Dass ihn besonders die Männer beneideten, hing mit der quasi legendären Lendenkraft des ansonsten eher ungustiösen August Grinthammer zusammen. Und Dank seiner Position vermochte er, beinahe jedes Weib, auf das er spitzte, auch herumzukriegen.

Seine erste Frau, zum Beispiel, hätte ein Lied davon singen können, wäre sie noch am Leben. Doch die sanfte Martha, die ihrem unverschämten Gustl – da war er noch Gemeinderat in St. Pankrazen gewesen – auch seine beiden Söhne, die Zwillinge Kevin und Patrick, später dann allgemein Quaxx genannt, geschenkt hatte, deckte seit Jahren schon der grüne Rasen. Und Grinthammer hatte es verstanden, die Scheidung so geräuschlos, wie nur möglich, zu gestalten. Martha habe sich, so hieß es in ihrer Verwandtschaft (hinter vorgehaltener Hand, freilich), buchstäblich zu Tode gekränkt; auch wenn der Saukerl nicht eine Träne wert gewesen wäre, die sie seinetwegen vergossen habe.

Nach einiger Zeit schon schien ihr zwar der Verlust des nichtsnutzigen Ehemannes durchaus verschmerzbar; doch dass sie ihre beiden heranwachsenden Söhne nicht mehr sehen sollte – wie immer auch der Scheißkerl von August das behördlicherseits geschafft hatte, dass die beiden ihm zugesprochen worden waren! -, das brach ihr das Herz.

Dann heiratete der Frauenheld und frischgebackene Bürgermeister der Großgemeinde Markt St. Blasen, zu letzterer Position hatte ihm die besagte Fusion im Verband mit viel politischer Mauschelei letztlich verholfen, kurz darauf schon die Edith Pfitzner, ihres Zeichens noch ziemlich junge Volksschullehrerin im nunmehrigen Ortsteil St. Pankrazen. Und er begann bald darauf, auch Frau Grinthammer zwei zu bescheißen, wann immer sich eine Gelegenheit dazu ergab. (Und an solchen Gelegenheiten mangelte es klarerweise nicht.)

Dass der ab- und ausschweifige Grinthammer just Appetit auf die Griseldis Amsel in sich aufsteigen merkte, damals, schon ziemlich beduselt, beim feuchtfröhlichen Faschingsfest der Freiwilligen Feuerwehr von Markt St. Blasen, deren Kommandant der vierschrötige Gemeindestier selbstredend auch nach kurzer Zeit geworden war, leitete dann die tatsächliche Katastrophe ein. Während im Hintergrund die Blasmusik mit unvermeidlichem Klarinetten-Quieken, Trompeten-Gicksen und Tuba-Furzen aufwartete und sich die Paare imTanze drehten …

Dass der Saukerl, nachdem er die flachbrüstige Frau des Modeverkäufers Amsel in der an den Schankraum angrenzenden schäbigen Vorratskammer des Gasthofs „Zur hellen Glocke“ (der Raum diente zur Lagerung verschiedenen Fusels, der Kartons mit Knabbergebäck, der Kunststoffkanister mit der Pizza-Paradeissauce und so weiter), dass Grinthammer also, nachdem er die Griseldis in diesem Tohuwabohu flachgelegt hatte, dann auch noch ihre Töchter Chantal und Vanessa vergewaltigte, konnte das Kraut kaum noch fetter machen. Es war indes eine zusätzliche Schweinerei gewaltigen Ausmaßes.

Auch wenn alles zunächst noch weitgehend geheim blieb.

Fazit: Am Ende würde es mehrere Tote geben. Und der aus der Nähe von Warschau stammende Pfarrer Radosław Žuŕđiś, der nun im Übrigen schon seit ein paar Jahren und in Nachfolge des greisen Geistlichen Rats Anton Pfundsberger (der ursprünglich in St. Laurenzen zelebriert hatte, was es zu zelebrieren gab) zur allgemeinen Zufriedenheit in der Großgemeinde wirkte, würde sagen – – –

Doch das würde er eben erst am Ende sagen. Also bleiben wir dabei.

Orgelinterludium

Warum sich der Silvester Prettenthaler, der schüchterne junge, schwarzlockige und nickelbebrillte Lehrer an der Neuen Mittelschule (Musik und Mathematik) und Organist (ein ausgesprochener Bach-Kenner und Lennon-Liebhaber!), ausgerechnet in die um ein Eck ältere blässliche Griseldis Amsel verlieben hatte müssen, wäre allen unverständlich gewesen, wenn sie etwas davon gewusst hätten. Doch seine Liebe vermochte das Pärchen tatsächlich geheim zu halten.

Sogar vor der misstrauischen und als überaus tratschsüchtig bekannten Leiterin des Kirchenchors, dieser Schreckschraube namens Isolde Würgler, einer zwar musikalisch durchaus patenten, ansonsten jedoch eher fürchterlichen ehemaligen Musikprofessorin aus der Bezirkshauptstadt. Doch auch die Würgler merkte nichts.

Griseldis und Silvester waren in der Tat sehr vorsichtig. Denn: Sie wussten wohl, wie man in der Enge des Ortes darauf reagieren würde, käme ihre Verhältnis an den Tag. Und wenn das Paar auch nicht befürchten musste, dass sich der als wenig erregbar geltende Verkäufer schlechtsitzender Herrenanzüge, Gerfried Amsel, zum Berserker aufwürfe, so wollte man doch lieber ganz allgemein jeden Skandal verhindern; so weit es möglich war.

Warum nur Griseldis? Warum nur Griseldis und Silvester?

Die immer etwas verhärmt wirkende aschblonde Vierzigerin, die auch bisher stets nur als sehr aktives Mitglied im Kirchenchor von St. Blasen aufgefallen war, verfügte indes, und das war anscheinend der springende Punkt (der hüpfende Kontrapunkt, sozusagen!), über einen unerhört satten, in seiner Naturbelassenheit an dicken, trüben Apfelsaft erinnernden, kurz: über einen schier einzigartigen Alt! Und von dieser Stimmpracht zunächst einmal war der junge Musicus Silvester einfach hingerissen.

Vom ersten Mal an, als er Griseldis singen gehört hatte.

Was der Frau an Brustumfang fehlte, machte sie an Tonumfang schier über die Gebühr wieder wett. Und dem – gar nicht nur so entfernt an den jungen John Lennon erinnernden – hochbegabten Organisten war zunächst einmal mehr an Griseldis‘ Stimme als an ihrem Leib gelegen. Auch wenn er alsbald diese, zugegeben: ein wenig knäbische Textur dennoch nicht verabsäumte, hin und wieder aufzusuchen und nachzuzeichnen; mit Fingern und Zunge und Schwanz … Und dann schließlich beides gleich zu lieben begann, die Stimme seiner Geliebten und den Sex mit ihr.

Wie das wohl war? Nun, allein schon musikalisch ließe sich das am besten beschreiben als ein Mix aus Johann Sebastian Bach mit ein bisschen Beatles! Überhaupt verschmolzen das junge Musikgenie und seine nicht mehr ganz so junge Muse schließlich auch in körperlicher Zweistimmigkeit; wobei sie es quasi unisono verstanden, durchaus so ziemlich alle Register der sexuellen Möglichkeiten zu ziehen.

Ja, unter der gemeinsamen Stimmgabel, um es mit Worten aus der Musikpraxis zu sagen, gelangten sie zu vergleichsweise himmlischen Gefühlshöhen. Um hier einen weiteren Begriff aus dem Orgelspiel anzuwenden: Silvester wusste, wie man die Längen- und die Weitenmensur ihrer beider Instrumente – die Pfeifenorgel steht hier für den menschlichen Körper und umgekehrt – optimal zum Einklang brachte. Und seine Geliebte fand (übrigens: nicht nur, was die Abmessungen und Maßverhältnisse betraf) wie spielend zur Übereinstimmung mit ihrem Organisten. So schraubten sie einander genussvoll hoch durch die Register, bis sie in der Vox coelestis angelangt waren, im Schwebungsregister (wie etwa Google hier bereitwillig Auskunft gibt) optimaler Mensur.

Dagegen erschienen Griseldis Amsel mit einem Mal die eher beiläufigen Sexualriten ihres weitgehend unmusikalischen Ehemanns Gerfried wie übeltönende Kakophonie; wie faule Tasten, um erneut einen Terminus aus der Musik zu verwenden, diesmal aus der Orgelpraxis.

Silvester und Griseldis freilich …

Ja, Silvester war Feuer und Flamme für seine erste Altistin.

Griseldis? Sie verehrte, ja: vergötterte ihren Silvester, den unschlagbaren Orgelmeister.

Noch etwas: Ihre Harmoniefähigkeit, ihr körperlich-geistig-musikalisches Zusammenspiel schien ihr durchaus belastbar. Deshalb würde sie Silvester, sollte ihr zum Beispiel etwas Schlimmes passieren (und sei es noch so intim), davon erzählen können; nicht ihrem Mann Gerfried, freilich. Nein, dem bestimmt nicht. Aber Silvester –

(Und es würde Schlimmes passieren – – -)

Doch, wir wissen es längst aus den antiken Mythen schon, aber auch aus der weitestgehend sexualfeindlichen christlichen Überlieferung – man denke bloß an das unglückliche Liebespaar aus dem 11. Jahrhundert, Petrus Abaelardus und Heloise, die seine Schülerin und Geliebte gewesen war, bevor ihn Heloisens Onkel, der Kanoniker Fulbert, entmannen ließ! -, wir wissen es also längst, dass Neid und Missgunst der noch so tiefen Liebe nur Schaden zufügen können, wird sie einmal publik. Deshalb bemühten sich Griseldis Amsel und Silvester Prettenthaler auch und unter Aufbietung allen Geschicks, dessen sie fähig waren, ihr süßes Geheimnis auch ein solches bleiben zu lassen. Und es gelang ihnen.

Auch wenn ein einfühlsamerer Mann, als Gerfried Amsel einer war, vermutlich das innere wie das äußere Strahlen seiner Frau eigentlich als ein absolutes Novum hätte auffallen müssen. Doch Gerfried sah allem Anschein nach letzten Endes schon überall graue Anzüge – sieht man allenthalben von modischen Entgleisungen einmal ab, wie sie bei Fritz & Fromm mitunter vorkamen, in Form hellgelber Karos auf grün-schwarzem Stoffgrund oder überhaupt gleich grell rot-blau gestreiften Sakkos. Für ihn galt Grau als etwas Fixes. Als Norm. Und so einheitlich grau war für ihn auch sein eigenes Inneres. Und auch der Sex mit seiner Frau. Und das – obwohl er sie auf seine Art sogar liebte, seine Griseldis …

Nein, nein, das musste unbedingt geheim bleiben für immer: Das, was da war zwischen der nun tatsächlich spät, aber ständig weiter erblühenden Altistin und dem immer musikalisch (und überhaupt) perfekter werdenden Organisten. Perfekter als perfekt, sozusagen. Und im Register des siebten Himmels – Voix céleste.

Töchter und Söhne

Dass es ausgerechnet die Grinthammer-Zwillinge gewesen waren, in die sich Chantal und Vanessa, die pubertierenden brustlosen Töchter des Verkäufers Gerfried Amsel von Fritz & Fromm und seiner Frau Griseldis, hatten verlieben müssen! So lautete der Tenor in der Gemeinde, als die ganze Katastrophe dann doch noch ruchbar wurde. Und dass es im Grund genommen eine Schande gewesen sei, dass sich Kevin wie auch Patrick, genannt Quaxx, diese beiden Jung-Hallodris, wie zwei verspielte Kater, mit ihren 18 Jahren nicht zu blöd gewesen seien, die beiden Mäuse, also die Chantal und die Vanessa Amsel, als erotisches Spielzeug herzunehmen (bis sich was Besseres finden würde, zumindest …)!

Jaja, der Abfall falle nicht weit vom Misthaufen, formulierte es ein Witzbold.

Nein, die Sache war eigentlich traurig. Zu traurig, um darüber Witze zumachen.

Aber es stimmte im Kern schon: Die beiden Brüder waren nämlich ganz aus dem Grinthammer-Holz geschnitzt: geil, geistlos und gewalttätig. Und: Sie wussten nur zu genau, dass ihr Vater alle ihre Fehltritte und Exzesse tolerieren und applanieren würde. (Womöglich wäre er dabei sogar ein bisschen stolz gewesen auf seine Buben?!) Immerhin hatte der feine Herr Kommunalpolitiker ja auch bisher alles Mögliche unter den Tisch gekehrt, was von den beiden Rangen so angestellt worden war. (Wohl eingedenk seiner eigenen diesbezüglichen Torheiten in jungen Jahren …)

Es ließ sich nicht leugnen, Kevin und Quaxx konnten mit ihren 18 Jahren schon auf ein respektables Sündenregister verweisen. Und dabei war ihre fragwürdige Karriere als Wochenend-Schnapsleichen und Komasäufer noch das weitaus geringste Manko. Versuchte (und wohl auch gelungene) Vergewaltigungen, Nötigungen, Schlägereien, ein paar kleinere Einbrüche … Die Liste ließe sich meterlang fortsetzen. Doch, wie gesagt, der Herr Papa hatte es bisher immer gerichtet. Ja, die allumfassende väterliche Liebe hatte toleriert und applaniert.

Also gingen die jungen Grinthammer-Nichtsnutze mit den noch minderjährigen, allemal ahnungslosen Amsel-Töchtern. Und dieses Miteinander-Gehen konnte in der Tat nicht gut gehen. Auch wenn Vater Grinthammer insgeheim dem wenig ersprießlichen Treiben seinen Segen gegeben haben mochte. (Im Hause Amsel war man weitgehend ahnungslos.)

Doch als dann der besagte Samstagabend mit dem Faschingsfest der Freiwilligen Feuerwehr im Gasthof „Zur hellen Glocke“ gekommen war, mussten die beiden Grinthammer-Sprösslinge eine Ernüchterung (im Wortsinn) erfahren, mit der sie aber schon gar nicht rechnen hatten können. (Denn immerhin war ihnen ihr Erzeuger bisher – zumindest was sie betraf – als weitgehend loyaler Mann erschienen.)

Doch da! Schweinerei zur Potenz! Nahm doch der unersättliche Vater den beiden (nach der beschissenen Aktion mit der alten Amsel, von der sie im Lauf der feuchtfröhlichen Fete natürlich rasch Wind bekommen hatten) glatt auch noch just ihre unbedarften Jung-Buhlinnen! Also, das war jetzt aber die Scheiße pur! Denn so schlecht zum Ficken waren Chantal und Vanessa dann ja doch nicht gewesen, fanden – nachher – Kevin und Quaxx und hatten einen rechten Zorn auf ihren fiesen Schweinevater. Diese ungebremste Sau.

Ja, hier spitzte sich die familiäre Situation merklich zu.

Denn dass es der Frau Grinthammer zwei, der kleinen Ex-Lehrerin Edith, nunmehr auch gleichsam wie Schuppen von den Augen bröselte, wirkte sich ebenfalls nicht unbedingt zu des Hausherrn Vorteil aus; und trug überhaupt nicht zur Aufhellung von August Grinthammers Gemüt bei. Eher im Gegenteil: Was an Edith bisher so angenehm gewesen war, das bestand doch just aus dem Dreigestirn ihrer weitgehenden sexuellen Hörigkeit, ihrer nachgerade hündischen Demut und ihrer nicht genug hoch anzusetzenden Beschränktheit!

Jetzt aber zeigte sie sich mit einem Mal uninteressiert an seinen rauen Zärtlichkeiten, erwies sich allgemein als bockig und schien mit einem Mal auch längst nicht mehr so angenehm dumm zu sein, wie er sie von früher her zu kennen glaubte.

Zudem sah es ganz danach aus, als wollte Edith sich am Ende noch mit den ihr gegenüber sonst so störrischen Zwillingen zusammentun; woraufhin sich dann pünktlich alle drei übrigen Familienmitglieder gegen ihn, Grinthammer, verschworen zu haben schienen.

Denn Kevin und Quaxx gaben sich in den Tagen und Wochen nach der furchtbaren Faschings-Affäre und ihren Folgen – vom Suizid der Frau Amsel bis zur Einweisung ihrer Töchter in die Nervenklinik – aufsässig und alles andere als entgegenkommend dem Vater gegenüber. Ja, der alte Grinthammer schien für die Junioren zum ausgesprochenen Buhmann und Feindbild geworden zu sein. Pech.

Was war zu tun?

Wäre August Grinthammer nicht ein gestandener Politiker gewesen, hätte ihn das alles allein schon zum Straucheln bringen können.

Vielleicht wäre er in seiner Not sogar vorgeprescht und hätte öffentlich alles zugegeben, was er da Schlimmes getan habe mit Griseldis Amsel und anschließend mit ihren Töchtern Chantal und Vanessa, dort, im schmierigen, dunklen Nebenraum des Gasthofs „Zur hellen Glocke“. Nämlich: Es täte ihm natürlich furchtbar leid, doch, auch das müsse einmal gesagt werden, diese Weiber hätten ihn entsprechend aufgereizt; ja, aufgegeilt hätten sie ihn, und solcherart in diese furchtbare Lage gebracht. Sie trügen letztlich selbst die Schuld daran, dass er, was ihm, wie gesagt, überaus leid täte, derart ausgerastet sei. Und dann: der Alkohol! Man dürfe den Alkohol nicht außer Acht lassen! Ja, und die Feuerwehr …

Nein, so argumentierte er nicht. Er argumentierte vielmehr überhaupt nicht.

Denn der gestandene Politiker wusste da ein wesentlich tauglicheres Gegenmittel: Man musste solche Dinge aussitzen.

Also versuchte der Ortskaiser sich eben im Aussitzen.

Doch das erwies sich als schwieriger, als er es sich je gedacht hätte: Grinthammer war nun einmal kein Sitzer.

Er war und blieb ein Mann der Tat. Ein Mann der Untat.

Der Hinterhalt

Nein, eigentlich war es kein Hinterhalt. Der Gerfried Amsel nahm den Amtsweg. Doch der kann ja, bekanntermaßen, auch recht hinterhältig sein.

Amsel wartete ein paar Wochen ab, bis sich die Wogen wieder einigermaßen geglättet hatten nach dem Skandal beim Faschingsfest und die allgemeine Stimmungslage, noch dazu der Fastenzeit entsprechend, mehr oder weniger beruhigt wirkte. Auch er musste immerhin nach alledem, was vorgefallen war, erst einmal durchschnaufen und wieder zu sich selber finden. Und auch da erwartete ihn nichts besonders Angenehmes. Nein, sein Innenleben glich einem ziemlich verschissenen Labyrinth, nur dass es da allem Anschein nach überhaupt keinen Ausgang gab; wer es einmal betreten hatte, würde aller Voraussicht nach auf immer drinnen bleiben.

Ja, oder so ähnlich …

Gerfrieds Frau, die blasse Griseldis, hatte sich nach der Vergewaltigung durch den Bürgermeister August Grinthammer mittels Schaftabletten umgebracht und war vor einigen Tagen erst begraben worden. Und seine beiden Töchter, Chantal und Vanessa, ebenfalls geschändet und zudem schwer verletzt, aufgrund dessen traumatisiert und praktisch unansprechbar (sowie vermutlich gezeichnet für den Rest ihres Lebens), hatte man in die geschlossene Abteilung der Psychiatrie am Krankenhaus der Bezirkshauptstadt einweisen müssen. Ja, und Gerfried hatte Zeit gehabt, sich alles zu überlegen.

Nicht nur das Verkaufen wenig attraktiver Herrenanzüge und Hemden, Westen und Shirts, wie sie das vergammelte Sortiment bei Fritz & Fromm anbot, kam ihm mit einem Mal als völlig sinnlose, ja: entwürdigend geisttötende Beschäftigung vor. Nein, sein ganzes Leben hielt er jetzt, nach alledem, was vorgefallen war und sich zugetragen hatte, für unsinnig … Es war auf den Kopf gestellt, bot jedoch auch so keine besseren Perspektiven. Es war nur bunter.

Er taumelte zudem gleichsam, meist betrunken und geistig abwesend, nicht nur durch 45 Jahre Dasein als Gerfried Amsel, sondern auch durch das plötzlich so leere Einfamilienhaus, dessen finanzielle Verankerung, wie ihm jetzt erst so recht zu Bewusstsein kam, lediglich in einem (obendrein äußerst kundenfeindlichen) Fremdwährungskredit bestand, den ihm der örtliche Raika-Filialleiter, sein alter Schulfreund Gernot Puntigam, eingeredet hatte.

In hellen Momenten (morgens, wenn ihm in aller Regel der Fusel auszugehen pflegte) erschien ihm solcherart auch sein Daheim ähnlich unattraktiv wie die bekackte Kollektion bei Fritz & Fromm es all die Jahre schon in Wahrheit gewesen war. Es kam ihm das Kotzen. Und das tat er denn auch häufig und ausgiebig. Nachher ging es ihm meist für kurze Zeit etwas besser. Und dann begann ohnedies der inzwischen besorgte neue Fusel zu wirken.

Neues Spiel, neue Chance …

Irgendwann allerdings kotzten den Gerfried Amsel auch das Kotzen und das Saufen an. Und er überlegte sich, ob es nicht besser wäre, doch irgendetwas zu tun. Denn seit er bei Fritz & Fromm gekündigt hatte, gleich nach dem Tod seiner Frau Griseldis, befand sich zu allem Überfluss auch sein gewohntes Zeitgefüge außer jeder Ordnung. Und mit Zeit im Überfluss konnte er nichts anfangen. Dazu kam, dass ihm einerseits die beschissenen grauen Anzüge (und auch die scheußlichen Stil-Entgleisungen mit Riesenkaros et cetera) zwar nicht direkt abgingen; aber anderseits konnte er auch nicht gut dauernd an seine tote Frau und die unglücklichen, geistig für immer zerstörten Töchter denken.

Da nahm er einmal den Zettel mit der krakeligen Schrift der vermutlich schwerverletzten Griseldis – es fanden sich Blutflecken auf dem Schriftstück – zur Hand und las ihn nochmals. Und er war in der optimalen Stimmung für eine endgültige Entscheidung. Er las: „Der Grinthammer war es, der mich -“. Dann brach der Schriftzug ab. (Die Nachtschwester im Krankenhaus hatte ihm damals, nachdem man Griseldis nach ihrem Suizid eingeliefert hatte, die Botschaft mit vielsagendem Blick in die zittrige Hand gedrückt.)

Der Grinthammer war es, der mich -“

Als Gerfried endlich dem verhassten Ortskaiser gegenüberstand, die Eisenstange hinten in die Hosen geschoben (was seinen Gang zwar etwas eigenartig erscheinen ließ, ein Umstand, der ihm jedoch egal war und anscheinend auch sonst niemandem weiter auffiel, weder auf der Straße noch im Sekretariat des Bürgermeisters), als sie einander also maßen, der Amsel und der Grinthammer, dort, im Allerheiligsten des Ortschefs, bemerkte der arrogante Bürgermeister erst, dass da etwas im Auge des anderen glomm. Gefährlich glomm.

Dann hatte der Anzugverkäufer auch schon die Stange in Händen –

  • doch da –

  • stand plötzlich ein Schatten …

im Raum direkt hinter Grinthammer und der Schatten hatte ebenfalls eine Eisenstange in den Händen. Und der Schatten hob die Stange in die Höhe und schlug zu es war der Organist Silvester Prettenthaler und er schlug für einen ansonsten doch so einfühlsamen Mann der feinen Finger und überhaupt für einen von musischem Zuschnitt mit erstaunlicher Kraft aber auch mit voller Präzision zu dass der unschöne Schädel des verhassten Grinthammer zerbarst wie eine überreife Wassermelone nur dass der Inhalt weniger attraktiv und vor allem weniger vitaminreich war –

Der Rest ist (jetzt wieder mit geregelter Interpunktion!) rasch erzählt.

Alsbald war die Polizei in Person von Revierinspektor Rochus Altvater und Bezirksinspektor Gerhard Brunner im Raum, alarmiert von der Gemeindesekretärin Gabriela Pfnurtz und der Büropraktikantin Penelope Bumstinger. Sowohl Gerfried Amsel als auch Silvester Prettenthaler ließen sich widerstandslos abführen.

Während der tote Bürgermeister August Grinthammer gar keinen guten Eindruck machte, was bald darauf auch Medizinalrat Dr. Ernest Puffinger, der alte Distriktsarzt, bestätigte.

Zur Information und der Ordnung halber: Der Organist und Lehrer Silvester Pettenthaler, der den Mord an August Grinthammer übrigens, ohne Wenn und Aber und ohne jegliches Zögern, sogleich (und auch umfassend in seiner Begründung) eingestand, wurde in Untersuchungshaft genommen. In der Zelle erhängte er sich an einem zum Strick gewundenen Laken.

Zwar fragte sich Gerfried Amsel – der Schock des Mordes im Amtszimmer Grinthammers musste da erst überwunden werden – zunächst einmal, warum ihm dieser Silvester Prettenthaler zuvorgekommen war. Doch sein dumpfer Schädel war noch nicht in der Lage, eine einigermaßen befriedigende Antwort darauf zu geben. Erst langsam lichtete sich der Nebel, und Amsel kam da ein Verdacht … (Doch was sollte es? Es war ja alles zu spät …)

Gerfried Amsel, den man auf freiem Fuß anzeigte, durfte vorläufig nach Hause gehen. Dort angekommen, raffte er sich nach dem fragwürdigen Genuss von einer Flasche Schnaps, dann einmal in seinem Leben doch noch zu einer Tat auf, indem er sich mit dem uralten Armeerevolver, den er vor Zeiten in den Sachen seines verstorbenen Großvaters Franz gefunden und, neben anderem Krimskrams, auf dem Dachboden versteckt hatte, erschoss. (Dass dieses alte Zeug überhaupt noch funktionieren habe können, grenze an ein Wunder, hieß es später aus dem Mund eines Sachverständigen. Nun, ja. Ein Wunder.)

Pfarrer Žuŕđciś sprach im Allgemeinen nicht allzu viel; außer – notgedrungen -, wenn er die Sonntagspredigt zu halten hatte. Oder mit der Pfarrersköchin, der alten Burgl Engleder, wenn es um den Speisenplan der nächsten Woche ging. (Und die Burgl kochte dann ohnedies meist das, was ihr gerade einfiel, und nicht das, was sie aus dem Mund des polnischen Geistlichen zwar an Buchstaben und Lauten als phonetisch halbwegs artikulierten Wunsch herauspurzeln zu vernehmen vermeint, aber wenn überhaupt, dann nur teilweise verstanden hatte.)

Kurz, der Pfarrer sagte, gleichsam die leidige Sache rund um den erschlagenen Bürgermeister Grinthammer, die Affäre rund um Griseldis Amsels Unglück und Selbstmord sowie das Malheur der Töchter Chantal und Vanessa wie auch die Selbstmorde von Silvester Prettenthaler und Gerfried Amsel zusammenfassend und sich zu diesem Zweck am Buch Hiob (1, 21) orientierend: „Da Cherr chat’s gegem, da Cherr chat’s genomm, da Nam des Cherrn ßei gelopt!“ (Oder so ähnlich.)

Nun, vielleicht hätte man was Passenderes sagen können.

Aber – für den Anlass reichte es eigentlich allemal.

E N D E

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Kommentar
Name*
Email*